FAQ. Häufig gestellte Fragen.

FAQ.

Häufig gestellte Fragen.

Fragen, Antworten, Quintessenzen

Wie können wir Ihnen behilflich sein?

Viele Kunden oder Interessenten haben ähnlich gelagerte Fragen. Hier haben wir diese Fragen gebündelt und erklären, wie alles funktioniert. Vielleicht ist ja auch Ihre Frage dabei. Sollten Sie keine passende Antwort auf Ihre Frage finden, helfen wir Ihnen selbstverständlich gerne persönlich weiter.

HUNDETRAINING

Ob Mensch, ob Tier – alle Lebewesen haben Bedürfnisse. Bleiben Bedürfnisse anhaltend unerfüllt, entsteht ein Unwohlsein wie Unzufriedenheit und Unsicherheit. Auch die Anfälligkeit für Stress nimmt zu und darauf basierend auch unerwünschtes Verhalten und gesundheitliche wie mentale Defizite.

Umgekehrt sorgen erfüllte Bedürfnisse für Wohlbefinden und damit auch ein mentales und körperliches Gleichgewicht. Der Körper ist weniger stressanfällig und vor allem auch in der Lage auf dieser Grundlage optimal zu lernen. Das gilt sowohl für den Hund als auch für den Menschen.

Bedürfnisorientiertes Training macht sich dieses Wissen zu Nutze, um unerwünschtes Verhalten zu reduzieren und erwünschtes Verhalten effizient und zielführend zu verstärken.

Die Orientierung an Bedürfnissen führt zu einem positiven Kreislauf aus Stressreduktion, Erwartungssicherheit, Wohlbefinden, mehr Ausgeglichenheit, erwünschtem Verhalten. Das wiederum ist eine optimale Lerngrundlage, den Herausforderungen des Alltags mit seinen Grenzen und Möglichkeiten erfolgreich zu begegnen.

Bedürfnisorientiertes Training bietet dabei Vielfalt, Freude am Lernen und individuelle Hilfen, ohne inkonsequent zu sein.

Markersignale dienen dazu, Verhalten zu markieren. Sie sind quasi ein Feedback des Menschen auf ein spezifisches Verhalten des Hundes und haben gleichzeitig die Information im Gepäck, dass jetzt eine Belohnung möglich ist, die wiederum das Verhalten verstärkt.

Richtig aufgebaut und angewandt können Markersignale zum Beispiel Verhalten verstärken, Emotionen beeinflussen, die Aufmerksamkeit lenken.

Konditionierung bezeichnet schlichtweg den Vorgang, in dem etwas Bedeutungsloses mit etwas verbunden wird, was für den Lerner eine Bedeutung hat.

  • Der Duft einer Orange, der an den letzten Spanienurlaub erinnert
  • Der bloße Anblick einer Scherbe, der bei manchem schon ein schmerzverzerrtes Gesicht auslöst
  • Der Glücksbringer, der an die beste Freundin erinnert
  • Die Kreuzung, an der man vorsichtiger fährt als sonst, weil sie an den Unfall im letzten Jahr mahnt
  • Das Handzeichen des Polizisten, das uns zum Anhalten bringt


Verknüpfendes Lernen spielt daher auch für unsere Hunde beim Lernen eine Rolle.

Wir können Konditionierung nicht verhindern.

Positive Strafe wirkt auf der Basis von Unwohlsein und bedeutet, dass ich dem Hund einen unangenehmen Reiz zufüge, der sein Verhalten hemmt.

Als Lerntherapeutin bin ich Expertin für die Optimierung von Lernprozessen. Lernen funktioniert auf der Basis von Wohlbefinden am besten. Ich denke, die eigen Erfahrung in Schulzeit und Beruf sind dafür die besten Beispiele.

Unsere Hunde sind fühlende Lebewesen, intelligent und kreativ. Als Mensch liegt es in meiner Verantwortung, meinem Hund durch den menschlichen Alltag zu führen, ohne dass er und ohne dass andere Schaden nehmen. (s. Tierschutzgesetz).

Jedes lernende Individuum bestimmt selbst, was es als Strafe empfindet. Wenn Strafe tatsächliche als Strafe wirkt, dann wird Verhalten gehemmt. Wird mit dem Hinzufügen von unangenehmen Reizen experimentiert, ohne dass sie Verhalten verändern, beginnt sehr schnell Gewalt.

Strafe hat den Fokus auf all das, was nicht sein soll. Es markiert den Fehler. Der Lerner meidet. Etwas, das uns die Gesellschaft seit jeher vorlebt. Dabei enthalten Fehler eine wichtige Lernbotschaft, etwas zu verändern und besser zu machen. Strafe blockiert aber genau die Möglichkeit, auf der Basis von Wohlbefinden auch alternatives Verhalten zu finden.

Mein Fokus liegt daher auf der Stärkung von Mensch UND Tier, um Handlungsfähigkeit zu ermöglichen und das Verhalten zu stärken, was zum Erfolg führt. Dies ist die Basis für nachhaltiges Lernen und den Transfer auf andere Lernsituationen.

Körperliches Bedrängen und Blocken wirken auf der Basis negativer Emotionen. Wenn es strafend wirkt, dann hemmt es Verhalten und erzeugt auf Dauer schädigenden Stress und vermittelt dem Hund auch nicht, was er stattdessen tun soll.

Wenn Blocken nicht hemmend auf das Verhalten des Hundes wirkt, ist es wirkungslos. Meist neigt der Mensch infolgedessen dazu, noch nachdrücklicher körpersprachlich zu blockieren.

Das ist nicht mein Verständnis von verantwortungsvoller Begleitung eines Hundes als fühlendes Lebewesen.

Selbst eine erhobene Hand, mit der ein Hund konfrontiert wird, kann hemmend und somit als Strafe wirken. Über das Verstärken des Stoppens auf der Basis bedürfnisorientierten Trainings kann das Handsignal später eingeführt werden und der Hund auf einer ganz anderen emotionalen Basis lernen.

Training verstehe ich also als die Optimierung von Lernprozessen, um Verhalten für den Alltag zu stärken. Unser Alltag ist bereits mit vielen stressenden Faktoren verbunden und wirkt im Training, daher verzichte ich darauf, im Training stressende Faktoren wie positive Strafe bewusst und gezielt einzusetzen.